Master of Disaster

Dokumentarfilm Master of Disaster

MASTER OF DISASTER entwirft eine irrwitzige Parallelwelt des Endes, ein Panoptikum des Untergangs. Ein Film zwischen Inszenierung und Wirklichkeit.

Nahezu wöchentlich werden in Deutschland kleine wie große Katastrophen durchgespielt. Die Spannweite reicht von der örtlichen Feuerwehrübung bis hin zu halben Weltuntergängen mit mehreren tausend Teilnehmern und tausendseitigen Szenarien.
MASTER OF DISASTER begleitet verschiedene Protagonisten bei ihren Simulationen und Testläufen. Wir tauchen ab in die kafkaesken Winkel bürokratischer Planungsphantasien und selbst entworfener Worst-Case-Szenarien. Unsere Protagonisten versuchen auf ganz unterschiedliche Weise mit der Katastrophe fertig zu werden - in den hoch gesicherten Labors der Infektionsforschung, in den Bundesämtern und Simulationszentren oder den Glaspalästen der Rückversicherer.

Indem wir die Arbeit von Menschen verfolgen, die sich diese Katastrophen unserer komplex-vernetzten Lebenswelt in jedem noch so kleinen Detail ausmalen, betreten wir gewissermaßen den Maschinenraum unseres Alltagslebens. Ein tiefer Blick in die Büchse der Pandora.

MASTER OF DISASTER ist ein grotesker Stimmungsatlas unseres Landes. Denn während er uns über die abgründige Phantasie der Katastrophendesigner staunen lässt, erzählt er auch vom Erodieren des gesellschaftlichen und individuellen Grundvertrauens in die Beherrschbarkeit der Welt und ihrer Probleme. Eine Exkursion in den Abgrund, tragikomisch, bitter.

Festivals

Premiere: DOK.fest München in der Wettbewerbsreihe DOK.deutsch

Der Film läuft an folgenden Zeiten und Spielstätten im Programm:
Samstag, 11.05.2019, 18:00, City 2
Dienstag, 14.05.2019, 17:00, Atelier 1
Mittwoch, 15.05.2019, 09:30, City 3
Samstag, 18.05.2019, 16:00, HFF - Kino 1

Credits

Regie: Jürgen Brügger & Jörg Haaßengier
Produzent: Thomas Tielsch
Produktionsfirma: Filmtank GmbH
Co-Production: Vadim Jendreyko, MiraFilm GmbH
Kamera: Sven O. Hill, Philipp Künzli
Schnitt: Annette Brütsch
Buch: Jürgen Brügger, Jörg Haaßengier
Musik: Daniel Almada
Sound Design: Daniel Almada, Dominik Awenvedde
Produktionsleitung: Jan-Peter Heusermann
Filmförderung: ZDF/3Sat, Film- und Medienstiftung NRW, FFHSH, BKM, Media Slate